Auswandern

In welchem Land sind deutsche Auswanderer willkommen?

Wo sind deutsche Auswanderer willkommen? Die gastfreundlichsten Länder 2026 in Europa, Nordamerika, Süd- und Mittelamerika, Asien, Afrika und Ozeanien — mit Expat-Insider-Ranking, Praxis-Erfahrung und konkreten Zahlen.

Oliver Frankfurth
7. August 2024
(aktualisiert: 13. Mai 2026)28 Min. Lesezeit

Wo fühlen sich deutsche Auswanderer wirklich willkommen?

Im Jahr 2024 wanderten mehr als 1,26 Millionen Deutsche und in Deutschland lebende Personen aus der Bundesrepublik aus (Statistisches Bundesamt). Viele zieht es in Nachbarländer wie die Schweiz und Österreich, aber auch Übersee-Destinationen von Panama über Thailand bis Mexiko stehen hoch im Kurs.

Die Frage "Wo bin ich willkommen?" ist dabei sehr individuell. Für den einen zählt die Lebensqualität, für den anderen das Klima, die beruflichen Chancen oder die Steuerfreiheit. Allen Auswanderern gemeinsam ist aber der Wunsch, schnell Anschluss zu finden, neue Freunde, nette Locals und das Gefühl, wirklich angekommen zu sein. Soziale Kontakte im neuen Land erscheinen vielen als die größte Hürde. Doch in welchen Ländern fällt der soziale Anschluss tatsächlich leichter?

Wir haben in den letzten 11 Jahren über 40.000 Personen bei der Abmeldung aus Deutschland begleitet, und dabei eine Menge darüber gelernt, welche Länder bei unseren Kunden besonders beliebt sind und wo sie sich am schnellsten einleben. In diesem Artikel kombinieren wir unsere Praxis-Erfahrung mit den Daten der Expat Insider 2025-Studie von InterNations, an der über 10.000 Expats aus 172 Nationen in 174 Ländern teilgenommen haben. Das Ergebnis: eine Rangliste von 46 Destinationen, die alle Aspekte des Lebens von Auswanderern berücksichtigt — von der Eingewöhnung bis hin zu beruflichen Perspektiven.

Auf einen Blick

  • Deutsche Auswanderer sind in vielen Ländern willkommen, besonders aber in Panama, Kolumbien, Mexiko, Thailand und Vietnam (Top 5 im Expat-Insider-Ranking 2025).
  • Weitere Länder in den Top 10: China, VAE, Indonesien, Spanien.
  • In Europa sind die Schweiz (Platz 29) und Österreich (Platz 23) zwar beliebte Ziele wegen geringer Sprachbarriere, schneiden bei Eingewöhnung aber unterdurchschnittlich ab. Spitzenreiter Europa: Spanien (Platz 9).
  • In Nordamerika belegen die USA Platz 36 und Kanada Platz 40 — beliebte Ziele, aber bei Lebensqualität und Finanzen schwach.
  • Süd- und Mittelamerika dominiert das Ranking 2025 — die Top 3 weltweit liegen in dieser Region.
  • Praxis-Tipp: Nicht das Land entscheidet über dein Glück, sondern deine Vorbereitung. Sprache, Kultur, Bürokratie und Anlaufstellen vorher kennen lernen.

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Lesetipp: Allgemeine Zahlen und Fakten zum Auswandern aus Deutschland, die beliebtesten Zielländer und die häufigsten Gründe findest du in unserem Ratgeber Auswandern aus Deutschland: Warum wollen immer mehr Menschen weg?


Die Gastfreundlichsten Länder in Europa

Viele Deutsche ziehen gerne in eines der Nachbarländer. Die Schweiz und Österreich sind die beliebtesten Zielländer der Deutschen im Jahr 2024 — die geringe Sprachbarriere und der vertraute Kulturkreis sind die Hauptgründe. Doch gehören diese Länder auch zu den auswandererfreundlichsten innerhalb Europas? Welche anderen europäischen Länder schneiden im aktuellen Expat-Insider-Ranking gut ab? Hier ein Überblick.

Platz 29: So willkommen fühlen sich Auswanderer in der Schweiz

Auswanderer, die in der Schweiz ein neues Leben begonnen haben, stellen fest: Es braucht mehr als eine hohe Lebensqualität, um sich im Ausland wirklich zu Hause zu fühlen. Nachdem das Land 2023 noch Platz 23 belegte, rutschte die Schweiz 2024 auf Platz 34 ab und liegt 2025 wieder auf Platz 29 von 46.

Die Schweiz genießt unter Expats einen exzellenten Ruf für ihre hohe Lebensqualität (Platz 11), stabile Infrastruktur und landschaftliche Schönheit. Trotzdem reicht dieser Vorteil allein nicht aus, um sich im neuen Alltag wirklich einzuleben. Beim Thema Eingewöhnung belegt die Schweiz nur Platz 39, zum dritten Mal in Folge unter den Schlusslichtern.

Nur ein Teil der Befragten erlebt die lokale Bevölkerung als offen gegenüber Zugezogenen. Mehr als die Hälfte gibt an, dass ihre sozialen Kontakte fast ausschließlich innerhalb der Expat-Community stattfinden. Auch die Lebenshaltungskosten sind ein großes Thema: 62 Prozent bewerten die Kosten negativ, während der weltweite Durchschnitt deutlich niedriger liegt. Dennoch empfinden 74 Prozent ihr Einkommen als ausreichend, um gut leben zu können.

Der Schweizer Arbeitsmarkt punktet mit hohen Gehältern und einer guten Work-Life-Balance, ist aber bei der Arbeitskultur und beim Karriereaufstieg weniger gefragt. Wer als Deutscher in die Schweiz zieht, profitiert sprachlich vom Hochdeutschen — der schweizerdeutsche Dialekt im Alltag bleibt aber für viele eine Hürde.

"Der lokale Dialekt ist selbst mit guten Deutschkenntnissen schwer zu verstehen. Das erschwert es Expats, sich in die lokale Gemeinschaft einzufügen." — Irische Expat in Basel

Platz 23: Österreich schneidet besser ab als die Schweiz

Österreich liegt mit Platz 23 vor der Schweiz und punktet mit einer hervorragenden Lebensqualität (Platz 4) und guten Arbeitsbedingungen (Platz 15). Seit Einführung des Rankings 2014 zählt Österreich ununterbrochen zu den zehn besten Ländern bei der Lebensqualität. Expats schätzen die städtische und natürliche Umgebung — fast alle (97 %) bewerten Natur und Landschaft positiv (weltweit: 83 %).

Allerdings gehört das Land bei der Eingewöhnung erneut zu den Schlusslichtern (Platz 41). Viele Expats empfinden die Haltung der Bevölkerung als wenig offen, was das Ankommen erschwert. Auch hier zeigt sich: Sprache allein reicht nicht für gefühlte Integration. Trotzdem: 69 Prozent der Befragten sind mit ihrem Leben in Österreich zufrieden — die Wohnqualität, das Gesundheitssystem und die Sicherheit überzeugen, auch wenn der soziale Anschluss harzig bleibt.

"Österreich bietet erschwingliche kulturelle Aktivitäten, ruhige und sichere Städte sowie günstige und ausgezeichnete öffentliche Verkehrsmittel." — US-amerikanischer Expat in Baden bei Wien

Platz 9: Spanien ist das beliebteste Land in Europa

Spanien ist seit 2022 in den Top 10 und belegt zum vierten Mal in Folge Platz 1 bei der Lebensqualität. Die herzliche Bevölkerung, das mediterrane Klima und der entspannte Lebensstil überzeugen. Beim Thema Eingewöhnung (Platz 13) und persönliche Finanzen (Platz 11) schneidet das Land ebenfalls gut ab. 84 % der Expats sind mit ihrem Leben zufrieden (weltweit: 67 %).

Drei Viertel der Expats fühlen sich sowohl zu Hause (75 % vs. 58 % weltweit) als auch im Land willkommen (75 % vs. 62 %). 41 % planen, für immer zu bleiben (weltweit: 24 %). Karrierechancen sind eher durchschnittlich, aber das ist selten der Hauptgrund für den Umzug — jeder Fünfte gibt die bessere Lebensqualität als Hauptmotivation an.

Praktisch für Deutsche: Spanien ist EU-Mitglied, der Wohnsitzwechsel ist bürokratisch unkompliziert. Wer im Ruhestand auswandert, profitiert vom günstigen Doppelbesteuerungsabkommen. Bei jüngeren Auswanderern führt der Weg häufig nach Barcelona, Madrid oder an die Costa del Sol — etablierte deutschsprachige Communities erleichtern den Einstieg, ohne dass die Integration in die lokale Gesellschaft zur Pflichtübung wird.

Andere europäische Länder im Vergleich

Neben den drei Top-Reisezielen Schweiz, Österreich und Spanien sind auch andere europäische Länder bei deutschen Auswanderern beliebt:

  • Zypern (Platz 14): Starkes Gemeinschaftsgefühl, leichter sozialer Einstieg, mediterranes Klima und niedrige Lebenshaltungskosten machen die Mittelmeer-Insel zu einer attraktiven Wahl — vor allem für Selbstständige, die vom Steuersystem profitieren.
  • Portugal (Platz 17): Hohe Lebensqualität (Platz 8) und gutes Klima ziehen viele Auswanderer an. Schwächer schneidet der Arbeitsmarkt (Platz 36) ab, und die Mietkosten in Lissabon und Porto sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die NHR-Steuerregelung wurde Ende 2023 stark eingeschränkt.
  • Luxemburg (Platz 18): Exzellente Gehälter, hohe Sicherheit und politische Stabilität — aber Wohnkosten gehören zu den höchsten in Europa. Beliebt bei Finanz- und EU-Berufstätigen.
  • Tschechien (Platz 21): Effiziente Infrastruktur, gute Work-Life-Balance und niedrige Lebenshaltungskosten. Prag ist seit Jahren ein Geheimtipp für junge Deutsche im IT- und Kreativsektor.
  • Niederlande (Platz 22): Hervorragendes Arbeitsumfeld und digitale Infrastruktur, viele englischsprachige Jobs in Amsterdam und Rotterdam. Schwieriger beim Einleben — Niederländer gelten als nett, aber bei Freundschaften reserviert.
  • Dänemark (Platz 25): Exzellente Arbeitsbedingungen, hohe Sicherheit, top Sozialsystem. Die Kultur gilt allerdings als verschlossen, neue Freundschaften brauchen Zeit.
  • Frankreich (Platz 27): Sehr gute Lebensqualität, vor allem in den Regionen. Bürokratie und Sprache sind herausfordernd, ohne Französisch wird der Alltag schwierig.
  • Deutschland (Platz 42): Im eigenen Ranking nur auf Platz 42 von 46 — ein Hinweis darauf, warum viele wegziehen wollen.

Lesetipp: Planst du mit deinen Kindern auszuwandern? Dann lies unseren Ratgeber Auswandern mit Kindern.


Gastfreundliche Länder in Nordamerika

Nordamerika ist mit den USA und Kanada ein beliebtes Ziel deutscher Auswanderer. Kanada bietet unendliche Weiten, Wälder und eine wunderschöne unberührte Natur. Neben der außergewöhnlichen Landschaft auch interessante Metropolen mit internationaler Bevölkerung und einer stabilen Wirtschaft. Toronto, Vancouver und Ottawa locken mit geringer Arbeitslosenquote und vielen Jobmöglichkeiten.

Auch die USA sind ein beliebtes Auswanderungsland. Viele Deutsche schätzen die USA wegen der Jobchancen und der Verwirklichung ihres persönlichen amerikanischen Traums. Im Expat-Insider-Ranking 2025 schneiden beide Länder allerdings unterdurchschnittlich ab.

Platz 36: Die USA ist vor allem bei deutschen Auswanderern beliebt

In der Statistik der beliebtesten Zielländer deutscher Auswanderer stehen die USA an dritter Stelle (Destatis). Schon seit mehr als 20 Jahren gehören die Vereinigten Staaten zu den beliebtesten Zielländern. 2024 zogen über 26.700 Menschen von Deutschland in die USA.

Dennoch landen die USA im Expat Insider 2025 insgesamt nur auf Platz 36 von 46. Besonders negativ bewertet werden:

  • Lebensqualität, Gesundheitsversorgung und persönliche Finanzen — hohe Lebenshaltungskosten und ein praktisch nicht erschwingliches Gesundheitssystem werden scharf kritisiert.
  • Work-Life-Balance — gilt als schlecht, auch wenn das Einkommen solide ist und Karrierechancen gut.
  • Visa und Wohnkosten — bei Bürokratie und Mietmarkt drückt das Empfinden.

Positiv: bei Digitalisierung und Verwaltung punkten die USA. Insgesamt fühlen sich Expats durchschnittlich willkommen, aber nicht wirklich zuhause. Wer in die USA auswandert, sollte den Visa-Prozess sehr früh angehen — Greencard-Lottery, Arbeits- oder Investorenvisum benötigen oft Jahre Vorlauf.

"Die USA sind ein zwiespältiges Ziel. Die Karrierechancen können großartig sein, aber die fehlende soziale Absicherung trifft viele unserer Kunden unvorbereitet — vor allem in Krankheitsfällen." — Oliver Frankfurth

Platz 40: Kanada — eine Alternative zu den USA?

Vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 wanderten über 464.000 Menschen nach Kanada aus. Darunter offiziell 2.004 Deutsche im Jahr 2024. Die Zahl der internationalen Einwanderer ist auf dem höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren — Kanada ist ein klassisches Einwanderungsland: 21,5 Prozent der Bevölkerung sind im Ausland geboren.

Die Deutschkanadier stellen heute die drittgrößte Bevölkerungsgruppe in Kanada dar, viele Familien leben seit Generationen dort. Durch die beiden Amtssprachen Französisch und Englisch zieht es auch viele Menschen aus Großbritannien, Irland und Frankreich ins Land.

Nach einem Jahr Pause ist Kanada 2025 wieder im Ranking — allerdings mit einem enttäuschenden Ergebnis: Platz 40 von 46. Besonders schlecht schneiden ab:

  • Persönliche Finanzen (Platz 46) — hohe Lebenshaltungskosten, vor allem in Vancouver und Toronto.
  • Lebensqualität (Platz 35) — Expats beklagen erschwerten Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung und mittelmäßige Freizeitangebote.
  • Arbeiten im Ausland (Platz 34) — Gehalt, Sicherheit und Work-Life-Balance schwach bewertet.

Positiv punktet Kanada in der digitalen Verwaltung und bei administrativen Themen. Aber die hohen Wohnkosten und das schwierige Einleben sorgen insgesamt für geringe Zufriedenheit. Für klassische Auswanderer mit Familienanschluss in der deutschkanadischen Community bleibt das Land trotzdem ein interessantes Ziel — sonst lohnt sich der Blick eher in Richtung USA oder Lateinamerika.


Gastfreundliche Länder in Süd- und Mittelamerika

Die Länder Lateinamerikas belegen 2025 die ersten drei Plätze im Expat-Insider-Ranking. Das haben wir auch bei unseren Kunden gemerkt: Immer mehr Abmeldungen gehen in Richtung Mittel- und Südamerika. Was diese Region besonders auszeichnet: die Bevölkerung gilt als überdurchschnittlich offen und herzlich, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist exzellent und das Klima ist für viele Auswanderer ein zusätzlicher Bonus.

"Seit 2014 sehe ich einen klaren Trend: Lateinamerika hat Europa als Traumziel für viele unserer Kunden abgelöst. Vor fünf Jahren gingen 80 % der Abmeldungen nach Europa, heute ist es ausgeglichener. Panama, Mexiko und Kolumbien sind inzwischen unter unseren Top-10-Zielländern." — Oliver Frankfurth

Platz 1: Panama ist wiederholt das beste Land für Auswanderer 2025

Panama wurde 2024 und 2025 zum besten Land für Auswanderer gewählt. Die Mehrheit der Befragten zog aus finanziellen Gründen nach Panama, entweder für den Ruhestand oder wegen der besseren Lebensqualität. 82 % sind mit ihrem Leben dort zufrieden (weltweit: 68 %).

88 % der Expats erleben die Bevölkerung als freundlich gegenüber Ausländern, 55 % haben einen gemischten Freundeskreis, und 35 % planen, für immer zu bleiben. Auch die finanziellen Zahlen überzeugen:

  • 78 % sind mit ihrer finanziellen Situation zufrieden (weltweit: 54 %)
  • 90 % finden problemlos eine Unterkunft
  • 97 % fühlen sich sicher
  • Mietkosten in Panama-Stadt liegen 40–60 % unter US-Niveau

Besonders attraktiv ist Panama für Rentner (18 % der Expats) dank des Pensionado-Visums und für digitale Nomaden (34 % arbeiten voll remote). Das Friendly-Nations-Visum vereinfacht den Aufenthalt für Bürger aus 50 Ländern, darunter Deutschland. US-Dollar als offizielle Währung erleichtert internationale Geschäftstätigkeit.

Platz 2: Kolumbien, eines der besten Länder für Expats

Kolumbien schafft es auf Platz 2 und überzeugt vor allem bei den Finanzen (Platz 2, zum zweiten Mal in Folge) und der sozialen Eingewöhnung (Platz 3). Rund 81 % der Expats sind mit ihrer finanziellen Situation zufrieden, 79 % fühlen sich willkommen und 88 % empfinden die Kolumbianer als freundlich gegenüber Ausländern. Besonders stark: das persönliche Unterstützungsnetzwerk (Platz 1 weltweit).

"Ich liebe Kolumbiens abwechslungsreiche Landschaften, Kultur und Artenvielfalt sowie die gastfreundliche Bevölkerung." — Britischer Expat in der Sierra Nevada

Medellín gilt unter digitalen Nomaden inzwischen als eines der weltweit beliebtesten Ziele. Mietkosten für eine moderne 2-Zimmer-Wohnung in zentraler Lage starten bei 500 EUR/Monat, Restaurantbesuche kosten einen Bruchteil deutscher Preise. Wer Spanisch lernt, kommt schnell in lokale Kreise rein.

Problematisch bleibt die Sicherheit (Platz 39). Zwei von fünf Expats halten die politische Situation für instabil. Wer das akzeptieren kann und sich in den sichereren Vierteln aufhält, findet hier aber eines der gastfreundlichsten und günstigsten Länder weltweit.

Platz 3: In Mexiko fühlen sich Auswanderer willkommen und zuhause

Seit der ersten Expat Insider Umfrage 2014 schneidet Mexiko beim Thema Eingewöhnung regelmäßig stark ab, 2025 sogar Platz 1 im „Ease of Settling In"-Index. Die Zahlen sind beeindruckend:

  • 88 % der Expats fühlen sich willkommen (weltweit: 62 %)
  • 79 % fühlen sich zuhause
  • 70 % sagen, dass es leicht ist, lokale Freundschaften zu schließen (weltweit: 41 %)
  • 85 % geben an, dass ihr Einkommen für ein komfortables Leben reicht

Dazu kommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine wachsende Expat-Community in Mexiko-Stadt, Playa del Carmen, Puerto Vallarta und Mérida. Wer auf Strand und tropisches Klima Wert legt, findet an der Pazifik- und Karibikküste mehr als 9.000 Kilometer Küstenlinie. Mexiko-Stadt punktet mit Kultur, Gastronomie und einem überraschend angenehmen Höhenklima.

Persönliche Sicherheit (Platz 39) und Luftqualität (Platz 39) bleiben allerdings ein Thema. Die offene Gesellschaft und das warme Klima wiegen für die meisten aber schwerer. Das Temporary-Resident-Visum ist mit moderaten Einkommensnachweisen erreichbar (~3.000 USD/Monat über 6 Monate).

Platz 15: Brasilien — Freundliche Einheimische vs. Sicherheitsbedenken

Brasilien punktet mit herzlicher Aufnahme (Platz 6 bei Eingewöhnung) und solidem Preis-Leistungs-Verhältnis (Platz 10 bei Finanzen). Freundlichkeit der Einheimischen (Platz 5), einfache kulturelle Integration (Platz 5) und die Möglichkeit, neue Freunde zu finden (Platz 9) machen das Land besonders einladend.

Die großen Sicherheitsbedenken (Platz 42) und die schwache Lebensqualität (Platz 36) trüben das Bild. In São Paulo und Rio de Janeiro sind viertelspezifische Sicherheitsregeln Pflichtprogramm — Belo Horizonte und Florianópolis gelten unter Expats als deutlich entspanntere Alternativen. Dennoch: 28 % der Expats planen, für immer zu bleiben — der brasilianische Lebensstil zieht Menschen tief in seinen Bann.

Geheimtipp Paraguay

Paraguay taucht selten in offiziellen Rankings auf, ist in unseren Beratungen aber regelmäßig Thema. Der Reiz: vergleichsweise einfaches Aufenthaltsrecht, niedrige Lebenshaltungskosten, deutscher Einwanderungs-Hintergrund mit etablierten Communities. Was wirklich dahintersteckt und welche Stolperstellen Auswanderer 2025 erleben, klärt Oliver im Detail:


Gastfreundliche Länder in Asien

Im Jahr 2024 wanderten über 15.900 Deutsche in ein asiatisches Land aus. Besonders beliebt sind Thailand, Vietnam, China, die VAE und Indonesien. Bei unseren Abmeldungen sehen wir diesen Trend ebenfalls: Asien wird seit Jahren beliebter — vor allem für Rentner mit kleinem Budget und für digitale Nomaden, die ein erschwingliches Lifestyle-Land suchen.

Platz 4: Auswanderer in Thailand sind im Allgemeinen sehr zufrieden

Niedrige Lebenshaltungskosten, gutes Klima und ein entspannter Lebensstil — Thailand ist vor allem bei Rentnern beliebt. Knapp über 2.300 Deutsche zogen im vergangenen Jahr offiziell dorthin. Im Bereich persönliche Finanzen belegt das Land Platz 5: ein geringes Startkapital reicht für ein komfortables Leben.

Auch die Eingewöhnung fällt leicht (Platz 9), und die Wohnsituation überzeugt mit einer großen Auswahl an erschwinglichen Immobilien — von der Stadtwohnung in Bangkok bis zum Beach-Bungalow auf Koh Samui. Bei der allgemeinen Lebensfreude landet Thailand sogar auf Platz 2 von 46 Ländern.

Herausforderungen gibt es bei Umwelt und Klima (Platz 40, vor allem die Luftqualität in Bangkok und Chiang Mai zur Trockenzeit) sowie Sicherheit (Platz 36, das Land hat einige politisch unruhige Regionen). Für die Aufenthaltsdauer brauchen Rentner das Retirement-Visum (50+ Jahre, Einkommens- oder Vermögensnachweis), das eine langfristige Niederlassung ermöglicht.

Lesetipp: Du willst als Rentner auswandern? Dann empfehle ich dir unseren Ratgeber Auswandern als Rentner.

Platz 5: Vietnam erneut bestes Land für Expat-Finanzen

Vietnam belegt seit fünf Jahren in Folge den ersten Platz bei den persönlichen Finanzen. Die geringen Lebenshaltungskosten sind der Hauptgrund für die Attraktivität: eine Mahlzeit in lokalen Restaurants kostet zwischen 1 und 3 Euro, eine moderne Wohnung in Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt liegt bei 300–600 USD/Monat.

Auch Karriereaussichten (Platz 11), Jobsicherheit und Work-Life-Balance überzeugen — vor allem im wachsenden Tech- und Tourismussektor. Die Eingewöhnung fällt leicht (Platz 12), da die Menschen als freundlich gelten und es einfach ist, neue Kontakte zu knüpfen. In puncto allgemeines Glück erreicht Vietnam Platz 8 von 46 Ländern.

Schwächen zeigen sich bei der Lebensqualität (Platz 34) und bei Verwaltung und digitaler Infrastruktur (Platz 31). Wer aus Deutschland kommt, muss sich auf langsamere Behördenprozesse einstellen — aber das wird durch das Lebensumfeld kompensiert.

Platz 6: China — hohe Lebensqualität und gute Karriereaussichten

China überzeugt mit hoher Lebensqualität (Platz 6), attraktiven Karrierechancen (Platz 9) und den besten Verkehrsanbindungen weltweit (Platz 1). Günstige Lebenshaltungskosten (Platz 4 bei Finanzen) und vielfältige Freizeitmöglichkeiten (Platz 5) tragen zum positiven Gesamtbild bei.

Die Eingewöhnung liegt im Mittelfeld (Platz 15), während Sprachbarrieren und digitale Infrastruktur (Platz 38) Herausforderungen bleiben. Wer ohne Mandarin kommt, muss in Geschäft und Alltag Geduld mitbringen. WeChat als All-in-One-App ist Pflichtprogramm — westliche Dienste (Google, WhatsApp, Instagram) sind blockiert.

Beliebte Städte für Deutsche: Shanghai (international, leicht zugänglich), Peking (Politik, Kultur), Shenzhen (Tech-Hub). Für Aufenthalt brauchen Auswanderer ein Z-Visum (Arbeit) oder ein D-Visum (Permanent Residence).

Platz 7: Die Vereinigten Arabischen Emirate bieten eine hohe Lebensqualität

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind mit rund 2.674 deutschen Auswanderern eines der beliebtesten Zielländer in Asien. Dubai gilt als weltoffene Metropole mit steuerlichen Vorteilen — die VAE erheben keine persönliche Einkommensteuer. Die Regierung fördert Zuzug aktiv über das Golden-Visa-Programm.

Die VAE bieten eine der höchsten Lebensqualitäten weltweit (Platz 2) und belegen beim Expat-Essentials-Index erneut Platz 1:

  • 79 % sagen, dass es leicht ist, ein Visum zu erhalten
  • 82 % kommen ohne Landessprache zurecht — Englisch reicht im gesamten Alltag
  • Digitale Verwaltung gehört zu den besten der Welt

Allerdings empfinden 40 % der Expats ihr Einkommen als nicht ausreichend — der wahrgenommene Lebensstandard kostet. Und die Arbeitswoche ist mit 46,2 Stunden überdurchschnittlich lang. Wer als Hochqualifizierter oder Selbstständiger kommt, profitiert maximal; für Familien mit mittlerem Einkommen wird Dubai schnell teuer.

Platz 8: Indonesien bietet die beste Work-Life-Balance

Indonesien hat die freundlichste Bevölkerung im gesamten Ranking (Platz 1). Das tropische Klima, niedrige Lebenshaltungskosten und kurze Arbeitszeiten machen den größten Archipel der Welt attraktiv. Bali ist seit Jahren der Hotspot für digitale Nomaden — Ubud, Canggu und Seminyak haben sich zu Coworking-Hubs mit internationaler Community entwickelt.

Dafür muss man Abstriche bei Lebensqualität (Platz 40) und digitaler Infrastruktur machen. Außerhalb der Touristenzentren wird der Alltag deutlich landlicher. Das B211A-Visum ist für 60 Tage und verlängerbar, das KITAS-Aufenthaltsvisum für längere Aufenthalte. Seit 2024 gibt es das digitale-Nomaden-Visum (E33G), das einen 5-jährigen Aufenthalt ohne lokale Steuerpflicht ermöglicht — sofern das Einkommen außerhalb Indonesiens generiert wird.


Gastfreundliche Länder in Afrika

Auch wenn Afrika für viele nicht auf der Auswanderungs-Shortlist steht — im vergangenen Jahr suchten sich fast 4.700 Deutsche dort eine neue Wahlheimat. Niedrige Lebenshaltungskosten, viel Sonne, unberührte Natur und in vielen Fällen unkomplizierte Einwanderungsbestimmungen sind die Hauptgründe. Die afrikanischen Länder schneiden in den globalen Rankings oft schlechter ab, weil Infrastruktur und Sicherheit als Schwächen ins Gewicht fallen — aber bei sozialer Eingewöhnung und Lebensgefühl sind sie häufig top.

Platz 16: In Kenia sind Expats zufrieden, haben aber Sicherheitsbedenken

In Kenia ist es besonders leicht, neue Freunde (Platz 5) und Locals (Platz 9) kennenzulernen. Die echte Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Einheimischen ist ein Markenzeichen des Landes. Im Bereich Eingewöhnung schneidet Kenia damit deutlich besser ab als viele europäische Top-Wirtschaftsländer.

Nairobi gilt unter Expats inzwischen als bedeutender Tech-Hub Ostafrikas — Co-Working-Spaces und eine wachsende internationale Community machen den Einstieg leichter, als viele erwarten. Allerdings: Große Sicherheitsbedenken (Platz 45) und schwache Infrastruktur (Platz 46 bei Reisen und Transit) drücken die Gesamtwertung. Wer in geschützten Vierteln wohnt und die landesweite Sicherheitslage realistisch einschätzt, kann hier ein erfüllendes Leben aufbauen — Familien mit Kindern sollten den Schulmarkt genau prüfen (internationale Schulen sind hochpreisig).

Platz 35: Südafrika — die Sicherheit ist das größte Manko

Südafrika besticht durch Natur, Klima und gute Gesundheitsversorgung (jeweils Platz 16). Die Lebenshaltungskosten liegen 20–30 % unter dem deutschen Niveau, wobei Kapstadt deutlich teurer ist als Johannesburg. Im Jahr 2024 wanderten 640 Deutsche nach Südafrika aus.

Die Sicherheitsprobleme sind jedoch akut — bei persönlicher und politischer Sicherheit belegt das Land nach wie vor den letzten Platz. Die Kriminalitätsrate in größeren Städten verlangt Vorsicht im Alltag: bewachte Wohnanlagen, kein Bargeld in der Öffentlichkeit, keine späten Spaziergänge. Trotzdem: Wer das akzeptieren kann, findet hier eine englischsprachige Gesellschaft, beeindruckende Landschaften und ein deutlich wärmeres Klima als zu Hause. Das Retired-Persons-Visum und das Critical-Skills-Visum sind beliebte Wege für deutsche Auswanderer.

Tansania ist hingegen eine sichere Alternative

Tansania hat es zwar nicht ins diesjährige Ranking von InterNations geschafft, ist aber dennoch ein sehr attraktives Land. Es ist im weltweiten Vergleich ein sehr friedliches Land und belegt in der Studie zum Global Peace Index 2024 Platz 65 von 163 — und damit sehr weit vor Südafrika (Platz 127).

Tansania liegt in Äquatornähe am Indischen Ozean und ist fast dreimal so groß wie Deutschland, hat aber nur rund 60 Millionen Einwohner. Es gibt mehr als hundert verschiedene Sprachen im Land, Swahili und Englisch werden zur Verständigung zwischen Einheimischen und Ausländern genutzt. Wer nach Tansania auswandert, kann sich auf eine 1.400 Kilometer lange Küste und ein tropisches Klima freuen — die Inseln Sansibar und Mafia bieten zusätzlich Karibik-Feeling.

Für Auswanderungswillige ist es sehr einfach, ein 90 Tage gültiges Touristenvisum zu beantragen und sich erstmal ein Bild vom Land zu machen. Auf der Visaseite der Regierung (eservices.immigration.go.tz) lässt sich in wenigen Schritten ein E-Visum beantragen. Die Beantragung dauert bis zu 10 Tage, man braucht einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und zahlt 50 EUR. Für längere Aufenthalte gibt es Residence-Permits mit Investment- oder Beschäftigungsnachweis.


Gastfreundliche Länder in Ozeanien

Australien und Neuseeland sind beliebte Traumziele, die neben unglaublicher Natur auch einen westlichen Lebensstil bieten, der dem deutschen ähnlich ist. Beide Länder haben aber strenge Einwanderungspolitik — wer hierher will, muss sich vorbereiten.

Platz 19: Australien — ein beliebtes Zielland für Europäer

Im Jahr 2024 wagten rund 2.900 Deutsche den Sprung nach Down Under. Australien überzeugt beim Arbeiten im Ausland (Platz 10), besonders bei Work-Life-Balance (Platz 4) und Arbeitskultur (Platz 7). Auch die Lebensqualität (Platz 15) schneidet solide ab — dank Klima, Sicherheit und Freizeitmöglichkeiten.

Die hohen Lebenshaltungskosten sind allerdings eine echte Belastung. Sydney und Melbourne gehören zu den teuersten Städten der Welt; Mieten in zentralen Lagen sind mit deutschen Hauptstadt-Niveaus vergleichbar oder höher. Auch der Wohnungsmarkt ist angespannt, viele Wohnobjekte werden über Bietverfahren versteigert.

Und: Australien ist sehr restriktiv bei der Vergabe von Visa. Wer als Deutscher nach Australien ziehen möchte, sollte unbedingt ein Skilled-Worker-Visum oder ein Arbeitsvisum (TSS-482) beantragen. Da im Land ein großer Fachkräftemangel herrscht, hast du gute Chancen, wenn du die gewünschten Qualifikationen mitbringst — vor allem in Pflege, Bau, IT und Lehre. Für junge Auswanderer gibt es das Work-and-Holiday-Visum (462) bis 35 Jahre, das ein erstes Jahr ohne dauerhafte Verpflichtung ermöglicht.

Neuseeland — ein beliebtes Zielland mit strenger Einwanderungspolitik

Neuseeland schaffte es 2024 und 2025 nicht ins Ranking. In der letzten Bewertung (2023) belegte es Platz 45 von 53, vor allem wegen der extrem hohen Lebenshaltungskosten (letzter Platz bei persönlichen Finanzen). Die Einwanderungspolitik ist strenger als in Australien: sehr gute Englischkenntnisse und eine der gesuchten Qualifikationen sind Pflicht.

Im Jahr 2024 wanderten etwa 840 Deutsche nach Neuseeland aus. Die Landschaft ist atemberaubend — Bergketten, Fjorde, Vulkangebiete und endlose Küstenlinien. Auckland und Wellington bieten internationale Communities, während ländliche Regionen oft eine sehr enge Nachbarschaftsstruktur haben. Wer den Schritt wagt, sollte zwei bis drei Jahre Vorbereitungszeit einplanen — Visum, Job-Suche, Wohnungssuche brauchen Geduld und Vorlauf.

Beliebte Destinationen innerhalb Australiens und Neuseelands:

  • Melbourne (AU) — kulturell vielfältig, beste Cafés Australiens, gute öffentliche Verkehrsmittel
  • Sydney (AU) — wirtschaftliches Zentrum, Hafenlage, sehr teuer
  • Brisbane (AU) — gemütliches Klima, wachsende Tech-Szene, günstiger als Sydney/Melbourne
  • Perth (AU) — Westküste, hohe Lebensqualität, Bergbau-Wirtschaft
  • Auckland (NZ) — größte Stadt Neuseelands, multikulturell, hohe Wohnkosten
  • Wellington (NZ) — Hauptstadt mit Tech- und Filmindustrie (Weta Workshop), kreative Szene

Wie wird das Expat-Insider-Ranking erstellt?

Hinter dem Ranking steht InterNations — mit über 5 Millionen Mitgliedern weltweit die größte Community für Auswanderer und Expats. Die jährliche Studie befragt Mitglieder online zu allen relevanten Aspekten des Lebens im Ausland. Für 2025 nahmen 10.085 Personen aus 172 Ländern teil, die in 174 Ländern und Territorien leben.

Bewertet wurden fünf Hauptindizes mit insgesamt 56 Detail-Faktoren:

  1. Quality of Life — Klima, Sicherheit, Gesundheit, Freizeit, Verkehr, digitale Infrastruktur.
  2. Ease of Settling In — Freundlichkeit der Einheimischen, Anschluss finden, kulturelle Integration.
  3. Working Abroad — Karrierechancen, Work-Life-Balance, Gehalt, Sicherheit am Arbeitsplatz.
  4. Personal Finance — Verhältnis Einkommen zu Lebenshaltungskosten, finanzielle Zufriedenheit.
  5. Expat Essentials — Wohnen, Sprache, digitale + behördliche Verwaltung, Visum.

Für die finale Rangliste 2025 zählten 46 Länder/Territorien, in denen mindestens 50 Auswanderer geantwortet haben. Länder mit weniger Antworten fielen aus dem Ranking — wie zum Beispiel Neuseeland, das daher nur aus der 2023-Erhebung referenziert wird.

Die Ergebnisse spiegeln die Sicht der Expats wieder, nicht objektive Lebensqualitätsindizes. Wer „Land X ist auf Platz 36" liest, sieht damit: so empfinden Auswanderer dieses Land — nicht so steht es um Wirtschaft oder Demokratie.


Im Vergleich zum Ranking 2024 zeigen sich klare Bewegungen:

  • Lateinamerika dominiert weiter — Panama bleibt auf Platz 1, Kolumbien und Mexiko verteidigen die Plätze 2 und 3. Vor 5 Jahren waren diese Länder gerade mal in den Top 15.
  • Vietnam ist 2025 zum fünften Mal in Folge bei den persönlichen Finanzen Spitzenreiter — die Kombination aus niedrigen Kosten und solider Karriere-Möglichkeiten macht das Land zum Geheimtipp.
  • Deutschsprachige Nachbarn verlieren weiter Punkte: Schweiz und Österreich rutschen bei der Eingewöhnung in die Schlusslichter. Wer nur wegen der Sprache zieht, unterschätzt die kulturelle Distanz.
  • Spanien ist Europas Spitzenreiter. Trotz steigender Mietpreise in Madrid, Barcelona und Mallorca bleibt das Land vier Jahre in Folge Platz 1 bei der Lebensqualität.
  • Kanada rutscht überraschend ab — hohe Wohnkosten und ein schwächelndes Gesundheitssystem trüben das Bild des klassischen Einwanderungslandes.
  • Neuseeland hat es 2025 wieder nicht ins Ranking geschafft (zu wenige Teilnehmer für valide Aussagen). Die Realität deutscher Auswanderer dort: solider Lebensstandard, hohe Kosten, strenges Visum.
  • Tansania wird in Insider-Kreisen zunehmend als sichere Alternative zu Südafrika diskutiert — politisch stabiler, im Global Peace Index 2024 deutlich besser bewertet.
  • Digitale-Nomaden-Visa verbreiten sich rasant: Indonesien (E33G), Portugal (D8), Spanien (DNV), Kroatien, Estland, Brasilien, Mexiko (Temporary Resident). Diese Visa erlauben rechtssicheren Aufenthalt für Remote-Worker mit lokaler Versicherung, oft ohne lokale Steuerpflicht in den ersten Jahren.

Was die Studie nicht abbildet, aber wir aus unserer Praxis sehen: Die Bedeutung digitaler Verwaltung wächst rasant. Auswanderer entscheiden sich zunehmend gegen Länder mit schlechter Online-Bürokratie — Deutschland ist genau hier ein Negativ-Beispiel und einer der Auswanderungs-Treiber.

"Die Top-Performer 2025 haben eine gemeinsame DNA: offene Gesellschaft, faires Preis-Leistungs-Verhältnis und Verwaltung, die mit Expats umgehen kann. Genau die drei Punkte, an denen Deutschland scheitert." — Oliver Frankfurth


Die Top 10 der gastfreundlichsten Länder 2025 auf einen Blick

Hier die zusammengefasste Übersicht der Top 10 aus dem Expat-Insider-Ranking 2025 — sortiert nach Gesamtwertung:

| Platz | Land | Stärke | Schwäche | |------:|------|--------|----------| | 1 | Panama | Bestes Land für Auswanderer (zum 2. Mal in Folge) | Tropisches Klima nicht für jeden | | 2 | Kolumbien | Top-Finanzen + soziales Netzwerk | Sicherheit (Platz 39) | | 3 | Mexiko | Platz 1 bei „Ease of Settling In" | Sicherheit + Luftqualität | | 4 | Thailand | Erschwinglich + entspannte Eingewöhnung | Umwelt + Klima (Platz 40) | | 5 | Vietnam | Top bei persönlichen Finanzen | Lebensqualität (Platz 34) | | 6 | China | Hohe Lebensqualität + Karriere | Sprachbarrieren + digitale Zensur | | 7 | VAE | Visa + Englisch ohne Probleme | Lange Arbeitswoche, Kosten | | 8 | Indonesien | Freundlichste Bevölkerung weltweit | Lebensqualität (Platz 40) | | 9 | Spanien | Lebensqualität Platz 1 (4 Jahre in Folge) | Durchschnittliche Karrierechancen | | 10 | Brasilien | Herzliche Einheimische, gutes Klima | Sicherheit (Platz 42) |

Die ersten drei Plätze gehen 2025 an Lateinamerika — das war auch 2024 schon so. Bei den Bottom-Plätzen finden sich vor allem nord- und mitteleuropäische Länder (inkl. Deutschland auf Platz 42) sowie Industrieländer wie Japan und Südkorea, die für Expats schwer zu integrieren sind.


So bereitest du dich auf die Auswanderung vor

Egal in welches Land es geht — die Vorbereitung in Deutschland entscheidet, wie reibungslos der Wechsel verläuft. Was wir aus über 40.000 begleiteten Abmeldungen gelernt haben:

Bürokratische Pflichten:

  • Wohnsitz abmelden — innerhalb von 14 Tagen nach Auszug Pflicht. Auch aus dem Ausland möglich.
  • GEZ kündigen — Rundfunkbeitrag läuft sonst weiter (Details).
  • Verträge prüfen — Strom, Internet, Handy, Versicherungen. Viele haben ein Sonderkündigungsrecht beim Wegzug (Vertragskündigungs-Tool).
  • Postweiterleitung einrichten — sonst gehen Rückzahlungen und Behördenpost verloren (Postweiterleitung buchen).

Finanzielles und Versicherungen:

Im Zielland angekommen:

  • Visum/Aufenthaltstitel rechtzeitig beantragen — manche Länder erlauben das vor Ort, andere brauchen Vorbereitung aus Deutschland heraus.
  • Lokales Konto eröffnen — Wise und Revolut funktionieren weltweit als Übergangslösung.
  • Sprachkurs beginnen — auch wenn Englisch ausreicht, öffnet die Landessprache lokale Türen.

Lesetipp: Mit unserer interaktiven Checkliste bekommst du einen auf deine Situation zugeschnittenen Plan, was du wann zu erledigen hast.


Fazit: In welchem Land sind deutsche Auswanderer willkommen?

Die Frage, wo Deutsche willkommen sind, lässt sich nicht mit einem einzigen Land beantworten. Das Expat-Insider-Ranking 2025 gibt eine fundierte Orientierung — mit über 10.000 befragten Auswanderern aus 174 Ländern ist es die wohl umfassendste Datenbasis weltweit. Trotzdem bleibt klar: jeder Auswanderer ist anders.

Was wir aus über 40.000 Abmeldungen seit 2014 gelernt haben: Es kommt weniger auf das Land an und mehr auf deine Einstellung und Vorbereitung. Wer mit der Erwartung kommt, dass alles wie in Deutschland funktioniert, wird im Ausland frustriert. Wer offen bleibt und Sprache, Kultur und Bürokratie als Teil des Abenteuers betrachtet, findet überall Anschluss.

Es kostet am Anfang Überwindung, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, Kontakte zu knüpfen und sich an Sprache und Kultur zu gewöhnen. Aber wenn du es wirklich willst, geht es leichter, als du jetzt denkst. Das haben wir 40.000+ Mal gesehen — von Familien in Costa Rica über Rentner in Thailand bis hin zu digitalen Nomaden in Bali.

Empfehlung nach Lebensphase:

  • Junge Auswanderer mit Karriere-Fokus: USA, VAE, Schweiz — hohe Gehälter, internationale Karriere-Pfade.
  • Familien mit Kindern: Spanien, Portugal, Costa Rica, Mexiko — Lebensqualität, Klima, gute Schulen.
  • Digitale Nomaden: Bali, Medellín, Mexiko-Stadt, Chiang Mai, Lissabon — Community, Coworking, Visa-freundlich.
  • Rentner: Panama (Pensionado-Visum), Thailand, Spanien, Portugal — niedrige Kosten, gutes Klima, etablierte deutschsprachige Communities.
  • Steueroptimierer: VAE, Zypern, Paraguay — aber Wegzugssteuer in Deutschland vorab prüfen.

"In über 40.000 Abmeldungen habe ich eines beobachtet: Nicht das Land entscheidet über dein Glück, sondern deine Vorbereitung. Wer sich vorher mit der Kultur, der Sprache und den Behörden des Ziellandes beschäftigt, lebt sich doppelt so schnell ein. Der Papierkram in Deutschland, den nehmen wir dir gerne ab." — Oliver Frankfurth

Höre auf dein Bauchgefühl und entscheide dich für ein Land, das dich fasziniert. Und damit du vor der Abreise nicht zu viel Stress hast, übernehmen wir gerne den Papierkram: Deine Wohnsitzabmeldung, Vertragskündigungen, Postweiterleitung und mehr.

Du steigst in den Flieger. Wir regeln den Rest.

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Video: Die besten Länder zum Auswandern

Häufig gestellte Fragen

In welchem Land fühlen sich deutsche Auswanderer am wohlsten?

Laut dem Expat Insider Ranking 2025 belegt Panama Platz 1, gefolgt von Kolumbien und Mexiko. In Europa ist Spanien das bestplatzierte Land auf Platz 9. Welches Land für dich das richtige ist, hängt von deinen persönlichen Prioritäten ab, ob Finanzen, Klima, Karriere oder soziales Umfeld. Wir begleiten dich bei der Abmeldung, egal wohin es geht.

Muss ich mich in Deutschland abmelden, wenn ich auswandere?

Ja. Wenn du deinen Wohnsitz in Deutschland aufgibst, bist du innerhalb von 14 Tagen zur Abmeldung verpflichtet. Wir haben diesen Prozess über 40.000 Mal begleitet und können das komplett für dich übernehmen, online und von überall auf der Welt.

Welches Land hat die niedrigsten Lebenshaltungskosten für Auswanderer?

Vietnam belegt seit fünf Jahren in Folge den ersten Platz bei den persönlichen Finanzen im Expat Insider Ranking. Auch Kolumbien (Platz 2), Indonesien und Thailand bieten sehr niedrige Lebenshaltungskosten. In Europa ist Portugal eine vergleichsweise günstige Option.

Was muss ich vor dem Auswandern alles erledigen?

Die wichtigsten Schritte: Wohnsitz abmelden, Mietvertrag kündigen, Versicherungen prüfen, Verträge kündigen (GEZ, Strom, Internet), Nachsendeauftrag einrichten und Bankkonten klären. Unsere kostenlose Auswander-Checkliste führt dich Schritt für Schritt durch alles, was du vor der Abreise erledigen musst.

Kann ich meinen Wohnsitz auch aus dem Ausland abmelden?

Ja, das geht. Wir bieten eine vollständige Online-Wohnsitzabmeldung an, die du von überall auf der Welt nutzen kannst. Seit 2014 haben wir über 40.000 Personen aus 700+ Städten und Gemeinden erfolgreich abgemeldet. Du musst nicht persönlich beim Bürgeramt erscheinen, kompliziert für dich? Für unser Team Standard.

In welchen Ländern sind deutsche Auswanderer 2025 am beliebtesten?

Laut Expat Insider 2025 sind Panama, Kolumbien, Mexiko, Thailand und Vietnam die Top 5 weltweit. In Europa rankt Spanien als bestes Land auf Platz 9. Die deutsche Auswanderer-Realität deckt sich teilweise — wir sehen in unseren Abmeldungen Schweiz und Österreich nach wie vor als Volumen-Spitzenreiter, aber Lateinamerika (Mexiko, Panama, Kolumbien) und Asien (Thailand, VAE) holen stark auf.

Welches Land ist am sichersten für deutsche Auswanderer?

Schweiz, Österreich und VAE schneiden bei persönlicher Sicherheit überdurchschnittlich ab. Auch Tansania belegt im Global Peace Index 2024 Platz 65 — deutlich besser als Südafrika. Generell gilt: westeuropäische, asiatische und nordamerikanische Staaten haben niedrige Kriminalitätsraten; Lateinamerika und Teile Afrikas verlangen Vorsicht in Großstädten, sind im Alltag aber für Expats meist unproblematisch.

Welche Länder bieten Steuervorteile für Auswanderer?

VAE (keine Einkommensteuer), Panama (territoriales Steuersystem), Zypern (Non-Dom-Regelung), Paraguay (geringe Steuern auf Auslandseinkommen) sind klassische Ziele. Aber: Steueroptimierung allein ist kein Grund auszuwandern, du musst auch wirklich dort leben. Die deutsche Wegzugsbesteuerung kann bei substanziellem Vermögen oder Anteilen an Kapitalgesellschaften greifen — vorher steuerlich beraten lassen.

Wo finde ich als digitaler Nomade die beste Community?

Bali (Indonesien), Medellín (Kolumbien), Chiang Mai (Thailand), Mexiko-Stadt und Lissabon sind die etablierten Hotspots. Panama-Stadt holt 2025 stark auf. Co-Working-Spaces, Meetups und englischsprachige Communities sind dort gut entwickelt. Für die meisten dieser Länder gibt es inzwischen spezielle Digital-Nomad-Visa, die einen rechtssicheren Aufenthalt erlauben.

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Oliver Frankfurth

Oliver Frankfurth

Gründer von abmelden.de. Seit 2014 hat Oliver über 40.000 Menschen bei ihrer Abmeldung aus Deutschland geholfen. Er kennt jedes Bürgeramt, jede Sondersituation und jeden Fallstrick.

Über 40.000 erfolgreiche Abmeldungen seit 2014